Bekannte Fotografen: Wandel in der Fotografiebranche

Die Fotografie gilt nach rund 150 Jahren noch immer als die jüngste Form der bildenden Künste. Trotz seiner offensichtlichen ästhetischen Qualitäten brauchte die Fotografie relativ lange, um in gleicher Stellung zu den anderen Künsten betrachtet zu werden. Bekannte Fotografen haben hier einen wesentlichen Teil dazu beigetragen.

Fotografien als Zweck der Dokumentation

Bekannte Fotografen Taufe Familienfoto

Zum Andenken an Familienfeiern wurden bekannte Fotografen für das Fotografieren engagiert (c) erzy Sawluk / pixelio.de

Die Fotografie wurde zu Beginn vor allem für ihre Vorteile in der Dokumentation geschätzt, so z. B. für den Journalismus oder auch für private Zwecke, um beispielsweise ein Andenken von Familienangehörigen oder einer Landschaftsfotografie mit persönlichem Bezug behalten zu können. Der Umstand, dass solche dokumentarischen Vorteile geschätzt wurden, nicht aber unbedingt die ästhetischen, liegt vor allem daran, dass sich für die Fotografie noch keine einheitlichen ästhetischen Kriterien herausgebildet hatten, denn offensichtlich lassen sich die ästhetischen Kriterien aus der Malerei oder Bildhauerei nur begrenzt anwenden oder übertragen.

Bekannte Fotografen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Daher sind bekannte Fotografen aus der Pionierzeit der Fotografie vor allem aus historischen bzw. dokumentarischen Kriterien interessant.
Richtig relevant für die Kunst wird die Fotografie erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Fotografie prägt wesentlich den Stil der neuen Sachlichkeit. Bekannte Fotografen aus dieser Zeit, deren Werke auch einen künstlerischen Wert besitzen, sind z. B. Heinrich Zille oder August Sander, deren Fotografie die Kunst zu Stande gebracht hat, zugleich sowohl das Individuum als auch den Typ, die Klasse und den Stand mit Portraitfotografie Tipps einzufangen und abzubilden. In dieser Zeit spielt auch der Begriff eines neuen Realismus eine große Rolle und fällt z. B. im Zusammenhang des Werken von Edward Weston.

Bekannte Fotografen ab Mitte des 20. Jahrhunderts

Die Fotografie entwickelt sich jedoch rasch weiter. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verliert sie ihre vorrangig dokumentarische Funktion. Intimität und Sexualität geraten durch die 68er Revolution in den Fokus der Kamera. Bekannte Fotografen aus dieser Zeit sind beispielsweise David Hamilton, Jeanloup Sieff oder auch der frühe Helmut Newton.

Bekannte Fotografen heute

Bekannte Fotografen Mode Wald

Bekannte Fotografen widmen sich heute der Modefotografie (c) Melling Rondell / pixelio.de

In der Fotografie der Gegenwart werden dagegen neue Sujets und Topoi auch für die Kunst relevant. Einflüsse aus Werbung, Mode und Massenmedien kommen zum Tragen. Bekannte Fotografen der heutigen Zeit sind Andreas Gursky mit seinen Wimmelbildern, Oliviero Toscani, der mit provokanten Fotografien für die Modemarke „United Colors of Benetton“ bekannt wurde und Ellen von Unwerth, deren Arbeit stark mit der Kosmetik und Modebranche verflochten ist. Eine neuere Entwicklung besteht darin, dass in der Komposition und Inszenierung der Fotos stark experimentiert wird.

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